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    Kurdin Yezidin

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    Kurdin Yezidin

    Beitrag  Admin am So Aug 09, 2009 9:43 pm

    Junge schwangere Kurdin aus Wiefelstede in haft.
    Friedliche Kundgebung auf Westersteder Marktplatz…


    Junge schwangere Kurdin aus Wiefelstede in haft.


    Die lokale Agenda 21 Wiefelstede setzt sich seit ihrer Gründung vor 10 Jahren zusammen mit der ev. Kirchengemeinde für die ausländischen Mitbürgerinnen und Mitbürger ein. Darunter sind auch Kurden, die dem Glauben der Yeziden angehören. Eine 25 jährige Frau aus Wiefelstede sollte jetzt nach neunjährigem Aufenthalt in Deutschland nach Syrien abgeschoben werden.

    Von Wolfgang Wittig



    Wiefelstede/Westerstede.




    Abta Houran wurde vor 25 Jahren in Barzan bei Hassake (Syrien) geboren. Zusammen mit ihrem Mann Dham lebt sie seit dem Jahr 2000 in Wiefelstede. Die Junge Frau ist Kurdin und gehört dem yezidischen Glauben an. Siegrid Koolen von der lokalen Agenda21 kümmert sich zusammen mit Gisela Wallraven (Borbeck), Ulrike Bohl (Oldenburg) und Gertrud Böhmer um die ausländischen Mitbürgerinnen und Mitbürger in der Gemeinde Wiefelstede. Siegrid Koolen berichtet dem „Wiefelsteder“: Frau Houran kam ohne Pass in Deutschland an und hatte anfangs einen falschen Familiennamen angegeben, was sie später aber gegen einen Geldbetrag von 500 Euro berichtigen konnte. Sie erhielt einen vorläufigen Ausweis, der beim Ausländeramt in Westerstede alle zwei, vier oder acht Wochen verlängert wurde. Der Frau wurde aber auch deutlich gemacht, wenn ihre richtigen Papiere aus Syrien kämen, würde sie abgeschoben.“




    Und genau dieser Fall ist jetzt eingetreten. Abda Houran wusste von dieser Tatsache nichts, als sie zur üblichen Aufenthaltsverlängerung im Büro des Ausländeramtes Westerstede diese beantragte. Doch diesmal war alles anders, als zu früheren Terminen. Nach einer Stunde Wartezeit, so berichtet Sigrid Koolen, kamen zwei Polizisten, die die im vierten Monat schwangere Frau zunächst auf die Polizeiwache und dann zum Amtsgericht führten. „ Dort wurde der Frau mitgeteilt“, so Siegried Koolen,, „ dass die Papiere aus Syrien eingetroffen waren und sie deshalb in ihr Heimatland zurückkehren müsse. Zeit irgendwelche Gepäckstücke zu besorgen, wurde ihr nicht gegeben.“ Abda Houran wurde nach Hannover gebracht, wo sie am 21. Juli abgeschoben werden sollte. Auf Nachfrage des „ Wiefelsteder“ erfuhr dieser, dass die Abschiebung aus gesundheitlichen Gründen nicht durchgeführt werden konnte. Abta Houran sitzt also weiter in Abschiebehaft auf dem Flugplatz Langenhagen. Die Mitglieder der Agenda in Wiefelstede befürchten, dass die Frau nach ihrer Rückkehr nach Syrien mit Repressalien rechnen muss.




    Die Agenda betreut zusammen mit der evangelischen Kirchengemeinde die Migrantenfamilien in der Gemeinde Wiefelstede. Alle diese Familien leben seit mehr als acht Jahren in der Gemeinde und sind zum Teil in das Dorfleben voll integriert. Die Kinder gehen in die Kindergärten, die Schulen oder in Sportvereine. „ Wir haben auch Verständnis für die Arbeit der Angestellten des Ausländeramtes“, so Siegried Koolen, „man will durch strenge Maßnahmen ein Untertauchen der von Abschiebeterminen bedrohten Menschen verhindern. Die Anweisungen kommen von der Regierung in Hannover.“ Nach bekannt werden der Abschiebehaft von Abta Houran, wurde Mitte Juli spontan eine Kundgebung mit 300 Menschen auf dem Marktplatz in Westerstede veranstaltet. Hier kamen Vertreter der Gesellschaft für bedrohte Völker, der Diakonie im Oldenburger Land und der Vorsitzende vom Zentralrat der Yeziden in Deutschland aber auch Kinder zu Wort.




    Infos zur Religion der Yeziden: www.yeziden.de


    Die ausländischen Frauen Treffen in der Gemeinde Wiefelstede treffen sich an jedem Mittwoch von 17 bis 19 Uhr im ev. Gemeindehaus zum Infoaustausch und zu einem Deutschkurs

      Aktuelles Datum und Uhrzeit: Do Nov 22, 2018 1:08 pm